Der Sielhafenort Ditzum liegt 2 km oberhalb des Dollarts an der dort zwei Kilometer breiten Unterems und gehört zur Gemeinde Jemgum.
Die Ortschaft Ditzum ist staatlich anerkannter Erholungsort. Etwa 65 km² der Gemeindefläche sind Europäisches Vogelschutzgebiet.

Das Fischerdorf Ditzum wurde im 8. Jahrhundert als ein Langwarftdorf gegründet und hat sich zum heutigen Tag den Charakter eines malerischen Siel- und Fischerdorfes erhalten. Mittelpunkt von Ditzum ist das noch funktionsfähige Sielbauwerk, heute einzigartig in Ostfriesland, und dem sich trichterförmig zur Ems hin öffnenden Hafen (Muhdehafen). Sielbauwerk und Hafen sind bestimmend für das gesamte Ortsbild.

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Ditzum wurde am 05. Mai 1995 als erste Ortschaft im gesamten Landkreis Leer das Prädikat „staatlich anerkannter Erholungsort“ zu erkannt. Diese Auszeichnung beruht zum großen Teil auf dem sehr großen Wohn- und Freizeitwert, dessen Ursache zu einem nicht geringen Teil durch das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen begründet werden kann. Neben den Fischereibetrieben, der Holzbootwerft Bültjer ist das „weiße Gewerbe“ eine wichtige Einnahmequelle für die Einwohner von Ditzum.

Die Windmühle stammt aus dem Jahr 1769 und brannte im Laufe der Jahrhunderte mehrmals ab. 1995 eröffneten ca. 30 Landfrauen aus dem Rheiderland die „Stöberstube“ in der restaurierten Mühle. Von April bis Oktober bieten sie Handgemachtes aus eigener Produktion an. Kuchen, Honig, Marmelade, frische Eier oder Handarbeiten finden hier reißenden Absatz. Mittlerweile haben sie auch ein eigenes Kochbuch „Leckerste un Beste“ mit Rezepten aus der Rheiderländer Küche im Angebot. Ab Windstärke 3-4 wird an bestimmten Tagen sogar noch gemahlen. Die Müller erklären dabei ihr fast ausgestorbenes Handwerk.
Die Mühle kann vollständig besichtigt werden und bietet von der Galerie einen schönen Ausblick auf Ditzum, die Ems und das Emssperrwerk.

Fischereihafen Ditzum:
    * mit intaktem Sielbauwerk
    * Fährverbindung von Ditzum - Petkum
    * Schiffsverbindungen nach Borkum, Delfzijl und durch das Emssperrwerk nach Leer
    * Ausflüge mit Fischfang auf dem Kutter Heike

Der Dollart (niederländisch: Dollard) ist eine fast 100 km² große Meeresbucht westlich der Emsmündung, die den über drei Kilometer breiten Dollartmund mit der Außenems und somit der Nordsee verbindet. Der deutsche Dollart (2250 ha) wurde 1980 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Seit 1986 ist er EU-Vogelschutzgebiet und seit dem Jahr 2000 gehört der deutsche Teil des Dollart zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.
Am 26. Juni 2009 wurde das Wattenmeer vom Welterbe-Komitee zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt
Der Dollart ist alljährlich Schlafplatz von vielen zehntausenden von Zugvögeln. Den spektakulärsten Anblick dabei bietet der Einflug der arktischen Wildgänse wie Blessgans, Nonnengans, Saatgans  oder Graugans, die im umliegenden Grasland Nahrung suchen.